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Treffen in Rangsdorf und Erkner 16. – 18.05.2008

von | 17 Juli,2025 | Uncategorized

Zwei Ereignisse veranlaßten uns, die Frühjahrshauptversammlung 2008 zum zweiten Mal nach 2001 am Berliner Ring stattfinden zu lassen: das 70-jährige Bestehen der Autobahnmeisterei (AM) Rangsdorf und der bevorstehende Lückenschluß der A 113 im Raum Schönefeld.

Verabschiedung von Hans-Werner Schmidt, hier mit Enkelin, durch den Minister Dellmann und den Vorstandsvorsitzenden des Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg Reuter (links im Bild)

Zu ihrem Jubiläum veranstaltete die AM einen „Tag der Offenen Tür“. Der Betriebsdienst der AM, Feuerwehr, Polizei und viele andere präsentierten ihre Leistungen, „Antenne Brandenburg“ berichtete ganztägig vom Geschehen und auch wir von der AGAB waren mit einem Infostand vertreten. Außerdem verabschiedete sich der bisherige AM-Leiter, unser AGAB-Vorsitzender Hans- Werner Schmidt, in den Ruhestand. Es wurde für Groß und Klein ein abwechslungsreiches Festprogramm geboten. Zusätzlich spannte eine reich bebilderte 60seitige Festschrift einen weiten Bogen von der Geschichte der Autobahn allgemein über den südlichen Berliner Ring zu den vielfältigen Aufgaben der AM. Nach einem schmackhaften Imbiß aus der Gulaschkanone verließen wir die gut besuchte Veranstaltung, um die A 113 zu erkunden.

Ab 1938 endete die Autobahn von Dresden/Breslau im Lausitzer Dreieck des südlichen Berliner Rings. 1962/63 wurde das Dreieck zum Schönefelder Kreuz erweitert und die von Süden kommende Autobahn bis zur (heutigen) B 96a im Süden Berlins verlängert. Nach 1990 entschlossen sich die Länder Berlin und Brandenburg, diese kurze Autobahn zur Verbindung zwischen dem Berliner Ring A 10 zum Berliner Stadtautobahnring A 100 am Autobahndreieck Neukölln auszubauen (als A 113). Das geschah in mehreren Teilabschnitten und jetzt erfolgte der Lückenschluß an der Berliner Stadtgrenze (am 23. Mai 2008).

Eine Woche vor der Verkehrsfreigabe

Die A 113 ist 20,3 km lang, wovon 10,5 km in Berlin verlaufen. Im Waltersdorfer Dreieck zweigt die Neubaustrecke Richtung Berlin von der bisherigen Autobahn ab. Gleich nördlich der Stadtgrenze befinden sich zwei 300 m bzw. 900 m lange Tunnel. Wir befuhren den noch nicht für den Verkehr freigegebenen Brandenburger Abschnitt und wurden an der Stadtgrenze vom Berliner Bauleiter, Herrn Roland Wittig, empfangen. Er führte uns über die neue Autobahnstrecke mit den Tunneln und beantwortete bereitwillig unsere vielen Fragen. Zum Beispiel wurde der längere Tunnel in Wand-Deckel-Bauweise errichtet: nach Einbringen der seitlichen und mittleren Schlitzwände erfolgte die Betonierung der Tunneldecke direkt auf dem Baugrund, erst danach wurde das Erdreich entfernt.

Nach der A 113 besichtigten wir per Bus den im Bau befindlichen Flughaften „Berlin Brandenburg International BBI“ südlich des bestehenden Flughafens Berlin-Schönefeld. Der neue Flughafen besitzt eine Gesamtfläche von etwa 15 km² mit zwei 3,6 m bzw. 4 m langen Start- und Landebahnen, die knapp zwei Kilometer auseinander liegen.

Im Bus wurde uns zunächst über die wechselnde Geschichte des Flughafens berichtet: vom Werkflugplatz der Henschel-Flugzeugwerke ab 1934, über den DDR-Flughafen bis zur Zukunft nach der geplanten Eröffnung des BBI im Jahr 2011. Die Fahrt führte uns in einem großen Kreis um und durch das Flughafenbaugelände. Dabei sahen wir u.a. das zum Abriß vorgesehene Dorf Kienberg (Diepensee ist schon länger verschwunden) und das riesige Betonmischwerk, bei dem die Zulieferung per Bahn erfolgt. Vom 32m hohen Info-Tower schweifte unser Blick über die Baustelle: zum 405 m langen und 60 m breiten unterirdischen Bahnhof mit zwei S-Bahn- und vier Fern- und Regionalbahngleisen (darüber entsteht demnächst das Fluggast- Abfertigungsgebäude), zum autobahnartigen Anschluß an die A 113 und die vielen zu einem Flughafen gehörenden Anlagen. Anschließend konnten wir vom Bus auch noch direkt in die imposante Baustelle blicken.

Diese drei Teile des Rahmenprogramms unserer 18. MV waren gut organisiert und auch das Wetter spielte hervorragend mit, denn der einzige Regen erwischte uns, als wir im Bus saßen.

Dr.-Ing. Wolfgang Seele, Mannheim

Ausklang in Erkner
Es geht einfach nicht ohne: Unser Gruppenphoto

Vergleiche auch: A 10  Berliner Ring

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