Unsere 7. Hauptversammlung führte uns in den Thüringer Wald.
Dort hatten wir Gelegenheit die außerordentlich komplizierten Bautätigkeiten der DEGES im Bereich der Kammquerung der Thüringer-Wald-Autobahn (A 71) zu besichtigen. Die nachfolgenden Fotos können nur einen kleinen Teil unser Eindrücke dieser „Autobahn der Superlative“ wiedergeben.







Zum 2. Mal trafen wir uns in Thüringen, da uns die gewaltigen Brücken- und Tunnelbauten der Kammquerung des Thüringer Waldes im Zuge der A 71 lockten. Sinnvollerweise begannen wir daher am 27.09. unser Treffen im DEGES-Infozentrum Kammquerung Thüringer Wald in Oberhof. Trassenmodelle, Wandtafeln, Fotos und ein sehr informativer Videofilm über den Bau von Tunneln und Brücken stimmten uns auf das Folgende ein. Als Nächstes fuhren wir zur Luftaustausch-Zentrale Floßgraben des 7916 m langen Rennsteigtunnels. Wieder einmal begeisterte uns die Größe solch einer unterirdischen Anlage.
Anschließend ging unsere Fahrt (wie üblich im Konvoi) unter dem gewaltigen Bogen der Talbrücke Wilde Gera hindurch und weiter zur Brücke hoch. Dann rollte der Konvoi auf der Trasse der A 71 über die Schwarzbachtalbrücke und durch den 874 m langen Tunnel „Alte Burg“ bis zur zukünftigen Anschlussstelle Gräfenroda. Am Nachmittag besichtigten wir das „Bunkermuseum“ bei Frauenwald. Dieser Stasi-Führungsbunker war einer von 15 Bauten dieser Art in der DDR und ist – Gott sei Dank – nie im Ernstfall genutzt worden. Unheimlich und furchterregend war das Ganze trotzdem.




Am 28.09. ging es zunächst durch den 1056 m langen und seit November 2001 freigegebenen Hochwald-Tunnel. Anschließend verließen wir auf der Steinatalbrücke dieses kurze Stück der A71, um vom hochgelegenen Ringberghotel einen wunderbaren Blick auf die Trassen und Bauten der A 71 und A 73 zu genießen.
Am Südportal des 2740 m langen Tunnels „Berg Bock“ fuhren wir wieder auf die noch nicht freigegebene Trasse der A 71. Zunächst gab es am zukünftigen AD Suhl eine heiße Diskussion über den Verlauf der 1. Talbrücke der A 73 über das hier dicht bebaute Haseltal.Nun folgten wir – mit Unterbrechungen an Baustellen – der Trasse der A 73 über viele Brücken bis zur AS bei Rohr.Wir besuchten noch die Haseltalbrücke und die Werratalbrücke bei Einhausen. Letztere löste mit ihren Y-förmigen Pfeilern und dem gevouteten Stahlüberbau erneut lebhafte Diskussionen über die „Schönheit“ der Technik aus.
Nach diesem ausführlichen Besichtigungsprogramm schritten wir zur HV im Oberhofer Naturfreundehaus „Am Rennsteig“. Diesmal wurde die HV abgeschlossen mit einem Videofilm, der vom Hubschrauber aus die noch heute an der Vegetation gut auszumachende Trasse der Strecke 46 zeigte.
Dr.-Ing. Wolfgang Seele, Mannheim

