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dWiSta Tafel im Testbetrieb

von | 15 Juli,2025 | Uncategorized

Inbetriebnahme von 38 dWiSta-Tafeln am Kreuz Leverkusen (A 1 / A 3)

Nach nur 11 Monaten Bauzeit konnte am 10. Mai 2006, wie von Straßen.NRW versprochen, das größte Verkehrssteuerungs-System Deutschlands in der Autobahnmeisterei Leverkusen Betrieb genommen werden. Bis zum Beginn der Fußballweltmeisterschaft wurden 38 neue „dynamische Wechselwegweiser mit integrierter Stauinformation“ auf Autobahnen in NRW errichtet. Die ersten beiden dWiSta-Tafeln stellte Straßen.NRW bereits Anfang Dezember 2005 auf der A 2 bei Dortmund-Brechten und der A 1 bei Leverkusen auf.

Nordrhein-Westfalen wurde damit zum führenden Bundesland bei der Anwendung von Telematik auf Autobahnen (es folgten damals Sachsen mit 17 und Hessen mit 4 Anzeigetafeln). Vergleichbare Systeme gibt es in Europa derzeit nur in London und Paris. Bundesweit wird dWiSta mit rund 650 Millionen Euro für die Steuerung von rund 1000 km Autobahn ausgebaut werden.

„Die Tafeln sind neben einem verbesserten Baustellenmanagement und der Beseitigung von Engpässen und Störstellen ein bedeutender Beitrag zur Offensive gegen Staus in NRW“, sagte NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke (Mitte) und sicherte gleich als Erweiterung die Darstellung von Fahrzeiten auf den Tafeln für die Kraftfahrer zu.
Wolfgang Hahn (rechts) bemerkte in seinen Ausführungen: „Die neuen Wechselwegweiser unterstreichen, dass wir in Deutschland nicht nur gute Straßen aus Beton und Asphalt bauen können, sondern auch auf dem Gebiet der Verkehrstechnik eine führende Stellung in Europa einnehmen“

(v.l.n.r.)- Winfried Pudenz, Hauptgeschäftsführer von Straßen.NRW.- Oliver Wittke, NRW-Verkehrsminister- Wolfgang Hahn, Abteilungsleiter Straßenbau, Straßenverkehr im  Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS)nehmen gemeinsam das von Bund und EU finanzierte System in Betrieb.
Zum Fototermin ging es auf die Verbindungsbrücke mit den Zu- und Abfahrten der Richtungsfahrbahn Köln in der AS Leverkusen-Opladen. 
Neben (v.r.n.l.) Minister Oliver Wittke, Winfried Pudenz und Wolfgang Hahn trauten sich wenige Unerschrockene auf den Seitenstreifen der A 3. Unterwegs plauderte der Minister aus dem Nähkästchen: Er sei immer für ein offenes Wort und habe daher die gebildete Fahrgemeinschaft der Anreise mit BMVBS- Abteilungsleiter Hahn genutzt, um mit diesem aktuelle Probleme der Abstimmung zwischen Bund und Land anzusprechen.
dWiSta-Tafel im Land Brandenburg am Berliner Ring
dWiSta Tafel im Testbetrieb

Um schon frühzeitig die Verkehrsteilnehmer über dieses neue System zu informieren, setze Straßen.NRW am 6.12.2005 auf der A 1 bei Betriebskilometer 401 zwischen der AS Burscheid und dem AK Leverkusen einen Fototermin an.

Kameramann eines Kölner Privatsenders direkt neben dem Lkw-Verkehr.
Blick von der dWiSta-Tafel Richtung Wuppertal
Blick von der dWiSta-Tafel Richtung Kreuz Leverkusen

Eine Tafel hat eine Größe von 5 m Höhe und eine Länge von 10 m bzw. in einigen Fällen von 13 m. Für alle 38 Tafeln wurden rund 27.000 neu entwickelte Spezialleuchtdioden verwendet. Die Sichtbarkeit muss bei allen Witterungs- und Lichtverhältnissen gewährleistet sein.

20 Anlagen wurden von Dezember 2005 bis Mai 2006 auf den Autobahnen rund um Köln und 18 Anlagen im Ruhrgebiet aufgestellt. Das neue Anzeigesystem gibt den Autofahrern vor Autobahnkreuzen dynamisch veränderbare Informationen und Routenempfehlungen, die die aktuelle Verkehrslage berücksichtigen. Ein Piktogramm kann den Weg ins Stadion weisen.
Erst vom Zusammenspiel der Anlagen versprechen sich die Telematik- Experten bei Straßen.NRW die erwarteten verkehrslenkenden Effekte. Denn der Autofahrer erhält nicht nur regionale Hinweise wie Stadionverkehr oder Baustellen, sondern vor allem überregionale Verkehrsinformationen sowie -empfehlungen für den Fernverkehr, z. B. wie abgebildet zwischen Köln und Koblenz auf den Strecken der A 1, A 3 und A 61.

Die neuen Anzeigetafeln sind Bestandteil eines modernen Verkehrsmanagementsystems, das das Ziel verfolgt, den vorhandenen Verkehrsraum besser zu nutzen. Die Nutzer der Autobahn sollen in möglichst kurzer Zeit durch weniger Staus und weniger Unfälle ihr Ziel erreichen. In unterschiedlicher Weise dienen diese Hilfsmittel der Stabilisierung und Harmonisierung des Verkehrsablaufs und der Warnung vor Staus oder Gefahrenstellen.
Dieses komplexe System besteht vorerst für die beiden Großräume Ruhrgebiet und Köln.  In Zukunft  soll auch der  Raum Düsseldorf  dWiSta- Tafeln  erhalten. Diese 3 Räume werden untereinander und mit anderen telematischen Verkehrsdatenerfassungssystemen vernetzt. In NRW bestehen bereits Zuflussregelungsanlagen, Stauwarnanlagen, mobile Anzeigetafeln, Wechselwegweiser, zeitweise Seitenstreifennutzung sowie Anlagen zur Strecken- und Knotenpunktsbeeinflussung

Die neuen dynamischen Wechselwegweiser wurden im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums in Anlehnung an entsprechende Untersuchungsergebnisse der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) konzipiert. Die Übermittlung der Informationen an den Verkehrsteilnehmer erfolgt mittels Überkopfbeschilderung an Verkehrszeichenbrücken, die in der Regel bei 750 bzw. 1500 Metern vor einem Autobahnkreuz oder einer Ausfahrt installiert werden. Bau, Software und Inbetriebnahme der 38 Anlagen in NRW kosten 13 Millionen Euro.Das Anzeigesystem besteht aus einem statischen Teil, der die Richtungspfeile und Autobahnnummern beinhaltet, und zwei lichttechnischen Anzeigeblöcken, je einem für die Geradeaus-Richtung und für die Abbiege- Richtung. Jeder Block besteht aus einem Feld für vordefinierte Warnhinweise (Baustelle, Allgemeine Gefahrenstelle und Stau) und das Stadion-Symbol, einem Feld für den Umlenkungspfeil und einem dreizeiligen, frei programmierbaren Schriftfeld.

Die Tafeln werden manuell von den Verkehrsleitzentralen in Köln und Arnsberg gesteuert. Grundlage für die Steuerung sind die von Straßen.NRW im Minutentakt gewonnen Informationen über die Verkehrslage auf den NRW- Autobahnen, aber auch Meldungen der Autobahnpolizei oder des Betriebsdienstes. Aus dieser Datenanalyse wird der Verkehrslagebericht erstellt und entsprechend erfolgt die Fernschaltung der einzelnen dWiSta- Anlagen.

Zusätzlich bietet das Internetportal www.autobahn.nrw.de jedem Autofahrer die Möglichkeit, sich vor Fahrtantritt über die Verkehrslage auf den Autobahnen zu informieren und nach einer Verkehrsprognose sich auch für Alternativrouten zu entscheiden.

Abschließende Vorführung in der AM Leverkusen

Standorte der dWiSta-Wegweiser in NRW


A 1
Autobahnkreuz Kamen in Fahrtrichtung Süden
Autobahnkreuz Westhofen in Fahrtrichtung Norden
Autobahnkreuz Leverkusen (2 Anlagen) in Fahrtrichtung Euskirchen
Anschlussstelle Bocklemünd in Fahrtrichtung Euskirchen Autobahnkreuz Köln-West (2 Anlagen) in Fahrtrichtung Euskirchen Autobahndreieck Erfttal in Fahrtrichtung Köln
Autobahnkreuz Köln-West (2 Anlagen) in Fahrtrichtung Dortmund

A 2
Autobahnkreuz Kamen in Fahrtrichtung Westen
Autobahnkreuz Dortmund-Nordwest in Fahrtrichtung Westen
Autobahnkreuz Recklinghausen in Fahrtrichtung Westen
Autobahnkreuz Dortmund-Nordwest in Fahrtrichtung Osten

A 3
Autobahnkreuz Oberhausen West in Fahrtrichtung Norden
Autobahnkreuz Oberhausen in Fahrtrichtung Süden
Autobahnkreuz Leverkusen (2 Anlagen) in Fahrtrichtung Frankfurt
Autobahndreieck Heumar (2 Anlagen) in Fahrtrichtung Oberhausen

A 4
Autobahnkreuz Kerpen (2 Anlagen) in Fahrtrichtung Köln
Autobahnkreuz Köln-West (2 Anlagen) in Fahrtrichtung Olpe
Autobahnkreuz Köln-West in Fahrtrichtung Aachen

A 40
Autobahnkreuz Kaiserberg in Fahrtrichtung Osten
Autobahnkreuz Dortmund-West in Fahrtrichtung Osten

A 42 Autobahnkreuz Oberhausen West in Fahrtrichtung Osten
Autobahnkreuz Castrop in Fahrtrichtung Osten
Autobahnkreuz Herne in Fahrtrichtung Westen

A 43
Autobahnkreuz Recklinghausen in Fahrtrichtung Süden
Autobahnkreuz Herne in Fahrtrichtung Norden
Autobahnkreuz Bochum in Fahrtrichtung Norden

A 44
Autobahnkreuz Dortmund-Unna in Fahrtrichtung Westen

A 45
Autobahnkreuz Westhofen in Fahrtrichtung Norden

A 57
Autobahnkreuz Köln-Nord in Fahrtrichtung Köln

A 61
Autobahnkreuz Kerpen (2 Anlagen) in Fahrtrichtung Koblenz

Für die Überlassung der Grafiken bedanken wir uns herzlich beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

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