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A 96  Lückenschluss zwischen Holzgünz und Memmingen-Ost am 08.07.2008

von | 14 Juli,2025 | Uncategorized

Am 08.07.2008 wurde der letzte Lückenschluss der A 96 auf bayerischer Seite mit der Eröffnung des 4,3 Kilometer langen Teilstückes zwischen Holzgünz und Memmingen-Ost durchgeführt. Damit ist 36 Jahre nach Baubeginn die komplette A 96 zweispurig auf bayerischer Seite befahrbar. Es fehlt nun nur noch die vier Kilometer lange Strecke zwischen Dürren und Gebrazhofen des baden- württembergischen Teils, welche Ende 2009 fertiggestellt sein soll, um die ganzen 124 Kilometer der A 96 zwischen München und Lindau bereisen zu können.

Das erste Stück der A 96 wurde 1972 anlässlich der olympischen Spiele in München gebaut, Planungen hierfür gab bereits in den 1960er-Jahren. Damals wurde die Strecke zwischen der AS München-Sendling und der AS Oberpfaffenhofen noch als B 12 n gebaut. Ebenfalls noch in den 1970er-Jahren wurde die Umgehung Landsberg und – zunächst einbahnig – der Abschnitt von Ferthofen bis Memmingen gebaut. Der Ausbauschwerpunkt in den 1980er-Jahren lag vor allem im Bereich Lindau. Bis Ende der 90er-Jahre wurden die Lücken zwischen Weßling und Buchloe mit den beiden Tunneln bei Etterschlag und Eching geschlossen. Auch der Kohlbergtunnel bei Mindelheim entstand in dieser Zeit. Anmerken sollte man wohl, dass die Planung damals vorsah, den Kohlbergtunnel als Unterstand für die in dieser Zeit noch stationierten Tornados der Amerikaner, die in Memmingerberg kaserniert waren, im Kriegsfalle zu nutzen. Die – damals noch nicht fertiggestellte Strecke – hinter dem Kohlbergtunnel in westlicher Richtung hätte somit ein Autobahnnotlandeplatz werden sollen. Da die Geschichte sich friedlich weiterentwickelte und Ost und West ihre Spannungen abbauten, wurde von dieser Planung beim späteren Bau schließlich abgesehen.

Vom letzten Bauabschnitt Erkheim – Memmingen-Ost wurden bereits zwei Teilabschnitte im November 2006 und im November 2007 für den Verkehr freigegeben werden. Jetzt sind auch die letzten vier Kilometer fertiggeworden. Damit wurde ein Nadelöhr entschärft und der Knotenpunkt der A 96 mit der A 7 beim Autobahnkreuz Memmingen erhielt eine deutliche Aufwertung.

Insgesamt lagen die Kosten für diese zwöf Kilometer zwischen Erkheim und Memmingen bei knapp 63 Millionen Euro, wobei 5,6 Millionen Euro für den Kauf der Grundstücke im Bereich der Trasse ausgegeben wurden. Obwohl bereits seit 2001 Baurecht bestand wurde wegen fehlender Haushaltsmittel erst 2004 mit dem Lückenschluss begonnen.

Ganz interessant ist es vielleicht auch, dass ursprünglich gar keine Autobahn zwischen München und Lindau vorgesehen war. In den 1960er – und 1970er-Jahren war noch die A 98, die sogenannte Voralpenautobahn in Planung, welche die Strecke in etwa parallel, jedoch ca. 40 Kilometer südlicher abgedeckt hätte. Die A 98 hätte von der A 8 (Bad Aibling) über die A 95 (Penzberg) und Kempten zum Bodensee gehen sollen. Als die A 98 mit dem neuen Bedarfsplan der Bundesfernstraßen 1980 „gestorben“ war, wurde der Weiterbau der A 96 stärker forciert und hat nun (fast) ihren Abschluss gefunden.Bericht und

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