

Nur einen Tag vor Beginn der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland wurden am 8. Juni ganze 13 km der A 4 zwischen dem Kreuz Kerpen und dem Kreuz Köln-West durchgehend 6-streifig dem Verkehr übergeben. Die Niederlassung Köln des Landesbetriebes Straßenbau NRW schaffte hier mit tatkräftiger Unterstützung der beteiligten Bauunternehmen eine Punktlandung. Nun können nicht nur die Fußballfreunde aus unseren westlichen Nachbarländern während der WM drei Fahrstreifen auf jeder Richtungsfahrbahn nutzen, sondern auch die Lastkraftfahrer, die Berufspendler, und alle anderen Autobahnnutzer werden auf lange Zeit diese Erweiterung genießen können.


Fast gleichzeitig wurde nach nur dreimonatiger Bauzeit auch die neue Anschlussstelle Frechen-Nord (L 183 Bonnstraße) am 03.06.2006 für den Verkehr freigegeben. Sie wird wesentlich die Anschlussstellen Köln-Lövenich und Frechen (beide A 1) entlasten und den Sportfreunden eine weitere Zufahrtsmöglichkeit zum legendären Müngersdorfer Stadion bieten. Zwei Millionen Euro, die sich volkswirtschaftlich schnell rentieren werden, wurden allein hier investiert.
Die Bauarbeiten begannen im Dezember 2001 und sind nun mit dem letzten 2,7 Kilometer langen Bauabschnitt vollendet worden. 76 Millionen Euro sind in diesen Jahren für den Ausbau investiert worden.Die Zahl der Fahrzeuge, welche die A 4 in diesem Abschnitt täglich nutzen, lag bei etwa 75.000 Fahrzeugen im Jahr 2000. Für das Jahr 2010 werden 90.000 Fahrzeuge erwartet.
Wie immer beim Ausbau von Autobahnen werden landschaftliche Ausgleichsflächen geschaffen. 13,5 Hektar genutzter Fläche stehen 22 Hektar Ausgleichsflächen gegenüber. An der noch auszubauenden Tank- und Rastanlage Frechen wird ein Villewald mit überwiegend Rotbuchen und Eichen angelegt.
Auch die Anwohner in Kerpen-Horrem und Kerpen-Götzenkirchen freuten sich nicht nur auf die ausgebaute A 4, sondern auch auf mehr Ruhe durch den Bau von rund 2 km Lärmschutzwänden und -wällen.


Gerne sind sie daher auch zahlreich zur Freigabe erschienen, welche vorgenommen wurde durch:
Achim Großmann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
Ekhart Maatz, Abteilungsleiter im Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen,
Harald Friedrich Austmeyer, Geschäftsführer des Landesbetriebes Straßenbau NRW
und weiteren Honorationen aus Politik und Wirtschaft.

Die letzten Handgriffe vor der Verkehrsfreigabe





Die A 4 wird auf 51 Kilometer Länge zwischen Aachen bis Köln durchgehenden 6-streifig ausgebaut. 240 Millionen Euro wurden bereits für fertige oder in Bau befindliche Abschnitte investiert.
Insgesamt sind für die Strecke rund 375 Millionen Euro eingeplant. Für die 18 Kilometer zwischen Düren und Kerpen wird zur Zeit das Planfeststellungsverfahren durchgeführt. Hier wird die Trasse aufgrund des geplanten Braunkohleabbaus mehrere Kilometer nach Süden verlegt.
