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34. Treffen bei Würzburg

von | 10 Feb.,2022 | Allgemein

15. – 16. April 2016 Retzbach (Zellingen)

Wer hat nicht schon von der Talbrücke Heidingsfeld aus die Stadt Würzburg und die über Ihr thronende Festung Marienberg bewundert. Gezielt wurde die Autobahn hier auf die Höhen gelegt, um den Nutzern der Autobahn diesen herrlichen Blick zu ermöglichen. Der Verlauf der heutigen Bundesautobahn A 3 zwischen Frankfurt am Main und Nürnberg wurde wesentlich von Hans Lorenz, einem der großen Trassierungsmeister des deutschen Autobahnbaus, mit bestimmt.

Der Neubau der Talbrücke Heidingsfeld und die Trassenverlegung waren Anlaß der Residenzstadt in Unterfranken endlich einen Besuch abzustatten. Ein abwechslungsreiches Programm mit zahlreichen beeindruckenden Fernblicken und dem Höhepunkt der Baustellenbesichtigung erwartete Mitglieder und Gäste der Arbeitsgemeinschaft Autobahngeschichte (AGAB) e.V. .

Das erste Gruppenbild vor dem Stahlhohlkörper für den nördlichen Unterbau

Auf der Fahrt von Retzbach nach Würzburg / Heidingsfeld auf der Bundesstraße B 27, die dort parallel zum Main und zur Bahnstrecke Würzburg – Aschaffenburg verläuft, erläuterte Dieter Stockmann den fiktiven Verlauf und die geplante Maintalüberquerung der einstmals geplanten Autobahn „Strecke 46“ Fulda – Würzburg.

In Heidingsfeld wurden wir bereits im Informationszentrum von Herrn Bauoberrat Hecke von der Dienststelle Würzburg erwartet und herzlich willkommen geheißen. Herr Hecke ließ es sich in seiner Freizeit nicht nehmen, das Großprojekt „sechsstreifiger Ausbau der A 3 bei Heidingsfeld“ mit dem Neubau der Talbrücke Heidingsfeld und dem Tunnel Katzenberg im Rahmen eines ca. 75-minütigen Vortrages selbst fachkundig vorzustellen.

Die A 3 bei Würzburg ist quasi das östliche Ende der sogenannten „Spessart-Autobahn“ Frankfurt – Würzburg. Ihre Ursprünge reichen bis in das Jahr 1938 zurück. Damals war für eine West-Ost-Autobahn das Projekt des Abschnittes Frankfurt / Würzburg / Nürnberg / Bamberg festgelegt worden. Bei Kist südlich von Würzburg sollte sie den Abschnitt Fulda / Würzburg / Mergentheim (Strecke 46) als Teil einer Nord-Süd-Autobahn kreuzen.

Kriegsbedingt kamen die Autobahnplanungen und –ausführungen zum völligen Erliegen. 1948 wurde von der Obersten Baubehörde in Auftragsverwaltung des Bundes dem Autobahnplaner Hans Lorenz der Spessart-Abschnitt der neuen Autobahn Frankfurt – Würzburg – Nürnberg zur Planung übertragen.

Die Trassenführung der Autobahn bei Heidingsfeld wurde nach der damaligen Philosophie so gewählt, daß sie einerseits optimal in die Landschaft mit möglichst wenig Erdbewegungen eingebunden wurde und zum anderen dem Autofahrer erlebnisreiche und schöne Ausblicke in die Landschaft (Thema „Autowandern“) ermöglichte.

Der nach dem Bau der Autobahn rasant wachsende Trabantenstadtteil Heuchelhof führte aus Lärmschutzgründen beim sechsstreifigen Ausbau zu einer Teiluntertunnelung des Katzenberges, einer Absenkung der Fahrbahn um bis zu 12 m und zum Neubau der Heidingsfelder Talbrücke mit Lärmschutzwänden.

Nach dem Vortrag von Herrn Hecke konnten sich die AGAB-Mitglieder bei einer Begehung und Besichtigung des Taktkellers der Talbrücke Heidingsfeld einen Überblick der Großbaustelle verschaffen, bevor es mit dem Bus zur Mittagspause zur Tank- und Rastanlage Würzburg Nord ging.

Nachdem sich unsere Mitglieder gestärkt hatten und von der Rastanlage einen Blick auf das verregnete Würzburg mit der oben thronenden Festung Marienberg geworfen hatten, setzten wir unsere Reise fort.

Die Fernsicht auf die Festung Marienberg hoch über Würzburg konnten wir während der Mittagsrast genießen

Über die B 13 erreichten wir Marktbreit. Trotz strömenden Regens ließen es sich viele Teilnehmer nicht nehmen, zu Fuß bis unter die Mainbrücke Marktbreit eilen, um Aufnahmen von dieser Großbrücke im Zuge der A 7 zu machen.

Gleich danach statteten wir der vor wenigen Monaten fertiggestellten Bräubachtalbrücke einen Besuch ab. Die Besonderheit dieser Brücke ist ihre schlanke Gestaltung und die semiintegrale Bauweise („in Beton aus einem Guß“).

Nach einer halbstündigen Fahrt auf der A 7 gelangten wir noch zur Baustelle der Schraudenbachtalbrücke. Dort erwartete uns Herr Hartmut Metz von der Dienststelle Würzburg. Er informierte die umstehenden Mitglieder allgemein über das Brückenertüchtigungprogramm auf der A 7, das auf der A 7 eine ganze Reihe von Ersatzneubauten von Großbrücken in den kommenden Jahren vorsieht. Die Bräubach- und Schraudenbachtalbrücke sind Teile dieses Programms.

Allen bei der Organisation und Durchführung des 34. Treffens Beteiligten – insbesondere Herrn Andreas Hecke und Herrn Hartmut Metz von der Dienststelle Würzburg – sagen wir hiermit herzlichen Dank!

Abschluß der Rundfahrt zu den Brücken an A 3 und A 7 im Raum Würzburg am Schraudenbachtalübergang

+++ An der von uns am 16. April 2016 besuchten Schraudenbachtalbrücke ist (zwei Monate später) am 15. Juni bei Betonierarbeiten am Überbau das Baugerüst eingestürzt. Ein Bauarbeiter verstarb noch an der Unfallstelle, elf weitere wurden – teilweise schwer – verletzt.

Dort, wo wir fröhlich unser Gruppenbild gemacht haben, liegen nun Trümmer. Tief betroffen möchten wir an dieser Stelle der Familie des Verstorbenen unser Mitgefühl aussprechen und den Verletzten von Herzen eine baldige und vollständige Genesung wünschen. +++


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