







Zum Ort für die 10. MV wählten wir Bad Eilsen in Niedersachsen. Treffpunkt war die Weserbrücke im Zuge der A 2, die allerdings noch in NRW liegt.
Die Weserbrücke besteht aus der eigentlichen 196 m langen Strombrücke und der 221 m langen Flutbrücke auf dem westlichen Weserufer. Beide Fahrbahnen verlaufen hier etwa 100 m voneinander getrennt, so dass wir dazwischen einen guten Blick auf die Brücken werfen konnten. Beim sechsstreifigen Ausbau der A 2 hat man die Strombrücken verbreitert und im alten Stil neu gebaut; dagegen setzte man den alten Bögen der Flutbrücken jeweils (in Fahrtrichtung links) einen Neubau daneben, dessen Pfeilerabstände genau halb so lang wie die alten sind und auf uns einen unschönen Eindruck machten.
Während die A 2 im allgemeinen eine typische Flachland-Autobahn ist, überwinden im Wesergebirge links und rechts der Weser die 1936 bis 1940 erbauten Bogenreihenbrücken aus Sandstein Seitentäler bzw. lang gezogene Talmulden. Seit ihrer Verbreiterung tragen die Bogenreihen nur noch eine Richtungsfahrbahn, wobei ein Plattenbalken-Überbau die Lasten in die Pfeiler abträgt. Auf der Hangseite entstand für die zweite Richtungsfahrbahn ein moderner Hohlkasten-Überbau, dessen Pfeiler jeweils hinter den Gewölbepfeilern angeordnet sind und dadurch von der Talseite nicht gesehen werden.
Zu einem Fototermin mit der Presse fuhren wir von der Weser zur 145 m langen Talbrücke Kleinenbremen exakt auf der Landesgrenze zwischen NRW und Niedersachsen. Diese mit Elbsandstein verblendete Brücke wurde 1945 gesprengt und nach ihrem Wiederaufbau später durch Kragarme und neue Seitenteile (zunächst provisorisch) verbreitert. Zur Zeit wird sie endgültig durch den Neubau einer Parallelbrücke für den zukünftigen Verkehr ertüchtigt. Wieder einmal konnten wir Altes und im Bau befindliches Neues „studieren“.
Anschließend erkundeten wir die weiter östlich gelegenen Bogenbrücken: das sind die Talbrücken Schermbeck A und B (236 bzw. 178 m lang), Luhden (230 m ) und die mit 565 m längste und nach einhelliger Meinung schönste Talbrücke Arensburg. Wir hatten viel Zeit für ausgiebiges Fotografieren und Diskutieren.
Bericht: Dr.-Ing. Wolfgang Seele, Mannheim
